Brenner Korridor München-Verona

Die Ergebnisse der Brenner Corridor Platform: Grenzübergreifend. Fundiert. Abgestimmt.

Unter dem Vorsitz des Europäischen Koordinators des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors, Pat Cox, arbeiten diverse Arbeitsgruppen innerhalb Brenner Corridor Platform an ganzheitlichen Lösungsansätzen für den Brenner Korridor. Die Vision welche die Vertreter der drei Verkehrsministerieninisterien, der drei Infrastrukturbetreiber, der BBT SE, samt Regionen und Eisenbahnverkehrsunternehmen dabei verfolgen: Ein einheitlicher Korridor von München bis Verona. Mit dem Ziel, bis zur Eröffnung des Brenner Basistunnels samt schrittweisem Ausbau der Zulaufstrecken, die infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen zur effektiven Verlagerung des Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene zu schaffen.

 

Durch die Unterstützung der Europäischen Kommission (EC) sowie der nationalen und Europäischen Eisenbahnsicherheitsbehörde (ERA) kommt man diesem Ziel näher und trägt gleichzeitig zur Realisierung des einheitlichen Europäischen Eisenbahnraumes bei. 

Technische Tabelle BCP

Die technische Tabelle der BCP ermöglicht einen Überblick zu den technischen Parametern im heutigen und zukünftigen Brenner Korridor München-Verona. Dieser zentrale Input für die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs) wird in regelmäßigen Abständen durch die Infrastrukturbetreiber (IB) samt der BBT SE aktualisiert und ist demzufolge als „lebendes Dokument“ zu verstehen.

Arbeitsgruppe Infrastruktur, Februar 2025

BCP Kapazitätsstudien

Die BCP-Kapazitätsstudien beruhen auf die gemeinsam-abgestimmten Prognosezahlen der BCP-Korridorstudien und setzten jene dem Infrastrukturausbau zu den Zeithorizonten 203X und 204X gegenüber. Dies, um Rückschlüsse auf die zukünftige Kapazitätsauslastung im Korridor zu erhalten. Daraus ergibt sich der Trassenkatalog der als Basis für die Instandhaltungsstrategie, Produktionsstrategie etc. gesehen werden kann.

Arbeitsgruppe Infrastruktur, Mai 2025

BCP Bericht Pantographen

Der Bericht analysiert unter welchen Bedingungen die heute-zirkulierenden Mehrstromlokomotiven mit maximal vier verschiedenen Stromabnehmern auch zukünftig entlang der Korridore über den Gotthard und Brenner zirkulieren können.

Subgruppe Pantographen, April 2024

BCP Lärmstudien

Besagte Berichte analysieren die derzeitige Lärmentwicklung der Verkehrssegmente Straße und Schiene im Brenner Korridor München-Verona und werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Arbeitsgruppe Umwelt, Oktober 2021 & Februar 2024

BCP Güterverkehrsstudie

Die Studie liefert ein einheitliches und korridorübergreifend- anerkanntes Bild zum zukünftigen Schienengüterverkehrsaufkommen im Korridor von München bis Verona. Ausgehend vom Basisjahr 2016, werden unter Berücksichtigung sämtlicher alternativer Alpenübergänge, die zukünftigen Zugzahlen zu den Zeithorizonten 203X und 204X prognostiziert.

Subgruppe Arbeitsgruppe Infrastruktur, Oktober 2021

BCP Personenverkehrsstudie

Durch die Studie wird die zukünftige Nachfrage zum Schienenpersonenverkehr im Korridor von München bis Verona zu den Zeithorizonten 2030 und 2040 analysiert. Dem beschleunigten und regulärem Fernverkehr wurden hierfür diverse Haltemuster und Frequenzen hinterlegt.

Subruppe Arbeitsgruppe Infrastruktur, Oktober 2021

Gesamtzugzahlen 203X & 204X

Abbildung zu den Gesamtzugzahlen im Korridor München - Verona zu den Zeithorizonten 203X und 204X, auf Basis der Ergebnisse der BCP Studien. 

Subgruppe Arbeitsgruppe Infrastruktur, Oktober 2021

BCP-Korridorstudien zum Personen- und Güterverkehr: Warum?

In den letzten Jahren der Projektentwicklung entlang des Brennerkorridors hatten die Projektträger große Schwierigkeiten, ihre Projekte öffentlich und teilweise auch politisch zu rechtfertigen. Ein Hauptproblem waren dabei veraltete oder nicht vorhandene Korridorprognosen über das zu erwartende Verkehrsaufkommen auf der Schiene. So wurde bei jedem Projekt - ob nördlich oder südlich des Brenner Basistunnels - ein anderes zu erwartendes Schienenverkehrsaufkommen entlang des Korridors kommuniziert.

Den nationalen Verkehrsprognosen für die Brennerachse mangelte es an internationaler Harmonisierung (Annahmen, Berechnungsmethoden, Planungshorizonte usw.), was zusätzlich zu Diskussionen über die allgemeine Angemessenheit der Planungsunterlagen führte. Insbesondere in bestimmten Regionen entlang des Korridors wurde (und wird) der Nachweis einer steigenden Kapazitätsnachfrage auf der Schiene stark postuliert.

Unter Berücksichtigung dieser Bedenken einigte sich die Arbeitsgruppe Infrastruktur der Brenner Corridor Platform auf die Durchführung von Studien zur gemeinsamen und trilateralen Ermittlung der zu erwartenden künftigen Schienenentwicklung entlang des Brenner-Korridors zwischen München und Verona auf der Grundlage der geplanten Infrastrukturausbauten. Die Notwendigkeit solcher Studien wurde später auch vom Europäischen Rechnungshof bestätigt. Daher wurden zwei Studien in Auftrag gegeben, um die künftige Entwicklung des Schienengüterverkehrs sowie das Potential für künftige Schienenfernverkehrsdienste zwischen München und Verona in integrierter und umfassender Weise auf der Grundlage gemeinsamer Annahmen, Berechnungsmethoden, Planungshorizonte usw. zu untersuchen.

Die Durchführung dieser trilateral koordinierten Studien stellt einen Meilenstein in der grenzüberschreitenden Verkehrsprognose in Europa dar und könnte als Flaggschiff und Best-Practice-Beispiel für die gemeinsame Analyse der internationalen Verkehrsströme in anderen grenzüberschreitenden Regionen dienen.

BCP-Korridorstudien zum Personen- und Güterverkehr: Wie?

Die Methoden zur Analyse der künftigen Verkehrsnachfrage auf der Schiene - sowohl im Personenfern- als auch im Güterverkehr - wurden mit den beteiligten Experten eingehend erörtert. Sie wurden in einem offenen und transparenten Prozess auf einer iterativen Arbeitsgrundlage mit vielen Feedbackschleifen ausgearbeitet. Die Zustimmung der trilateralen Untergruppe war stets Voraussetzung für die nächsten Schritte. In einem letzten Schritt wurde die in der Untergruppe entwickelte Methodik, einschließlich der Ergebnisse, von den Mitgliedern der AG Infrastruktur, in der die drei Ministerien, die drei Infrastrukturbetreiber, die BBT SE und die Regionen vertreten sind, uneingeschränkt genehmigt. Die Ergebnisse sind stabil und robust und basieren auf soliden methodischen Ansätzen und Modellen, die die Besonderheiten des Brennerkorridors berücksichtigen (siehe Betriebstage, Doppeltraktion aufgrund der Steigung, etc.).

Wie können die Studien im Kontext bestehender/zukünftiger nationaler Prognosen eingeordnet werden?

Aufgrund der trilateralen Ausarbeitung der Studien war es notwendig, bei der Modellierung von einigen nationalen Ansätzen abzuweichen und eine spezifisch angepasste Methodik zu entwickeln, die die Besonderheiten des Brenner Korridors berücksichtigt. Durch die Einbeziehung und Anwendung der Daten und des Fachwissens aller drei Infrastrukturbetreiber wurden sehr solide und eindeutig vertretbare Ergebnisse erzielt, die den Besonderheiten des Brennerkorridors Rechnung tragen.

Die BCP-Studien sind als ein Ergebnis zu verstehen, das so weit wie möglich sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene für die Planung und Realisierung der zukünftigen Infrastrukturentwicklung genutzt werden soll. Die Studien ersetzen nicht die bestehenden nationalen Prognosen, sondern ergänzen diese. Auch im Hinblick auf künftige nationale Prognosen sollen die BCP-Studien als gemeinsame Grundlage dienen.

BCP Terminalstudie

Die Studie analysiert in einem ersten Teil sämtliche Terminals mit Brennerverkehrsanteil in Bezug auf Gesamtkapazität und Umschlagsvolumen. Unter Berücksichtigung der geplanten Ausbaumaßnahmen wurde das prognostizierte Verkehrsvolumen aus der Güterverkehrsstudie integriert, um Rückschlüsse zur möglichen Kapazitätsauslastung der Terminals zu den Zeithorizonten 2030 und 2040 zu erhalten.

Arbeitsgruppe Terminals, Dezember 2021
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